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June 3 rd
, 2010

Afghanistan

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Januar 2008: Das Buch "Afghan Watan - Jedem Ende wohnt ein Anfang inne."
mit Grußworten von Präsident Karzai und UN-Repräsentant Koenigs
ist nun veröffentlicht! /
The book "Afghan Watan - Every end has a beginning inside."
with forewords by President Karzai and UN-representative Koenigs
is published! For the English version of this article please see below...

Das komplette Buch als Flash-Version zum Durchblättern gibt es hier.../The complete book as a Flash version please find here...

Ursprünglich basiert das Buch auf einem Projekt meines Mentors Khalid A. Dayani aus dem Jahr 1994, wo er eine riesige vergoldete Schrottwand auf dem Frankfurter Opernplatz installierte und dies zwei Jahre später auf dem Odeonsplatz in München wiederholte. Diese Idee führte er fort mit den allerorten in Afghanistan verstreuten Kriegsüberresten. Als Ergebnis finden sich heute bei zahlreichen Personen in Afghanistan wie auch in Deutschland vergoldete Exemplare dieser Überreste. Die Bandbreite ist dabei bemerkenswert: Vom einfachen Bauern auf dem Land bis hin zu politischen Entscheidungsträgern höchsten Ranges.
Vergoldeter Kriegsschrott als Basis für einen Dialog gegen das Vergessen und die Errichtung einer Brücke zwischen den Kulturen. Insbesondere auch zur Festigung der bereits seit Anfang des vergangenen Jahrhunderts bestehenden engen Beziehungen zwischen Deutschland und Afghanistan.

Um dem Dialoggedanken des Buches erfüllend gerecht zu werden, haben wir einen großen Teil dem Land und seinen Menschen gewidmet. Wie Afghanen in verschiedensten Regionen leben, was sie denken, was sie fühlen: All dies vermitteln besonders nahegehende Fotos, die während unserer Aktivitäten der vergangenen Jahre entstanden sind. Auch wenn die Härte des Lebens in den Bildern nicht ausgespart bleibt, gibt es immer wieder etwas, das wie ein roter Faden die offenen und unverstellten Gesichter der Menschen Afghanistans durchzieht: der Ausdruck der Hoffnung und der Zuversicht. Was ich mir zutiefst wünsche ist, dass diese Menschen für ihr großes Leid endlich mit Aussicht auf eine bessere Zukunft entschädigt werden. Die Zeichen dafür stehen auch heute immer noch gut!

Und nun wünsche ich viele interessante Eindrücke beim Durchblättern des Buches. Die bequem anzuschauende Flash-Version gibt schon einmal einen ganz guten Einblick in die gebundene Druckversion. Dennoch lohnt sich die gedruckte Ausgabe ganz besonders. Die Leidenschaft, die wir in die Gestaltung und den Druck investiert haben, wird an vielen Details deutlich: hochwertiges Papier, Bilder in wunderbar brillianten Farben, das Cover in schillernder aber dennoch dezenter goldener Farbe mit besonders hervorgehobenen Titelbildern und dem Afghanistan-Emblem als Wasserzeichen. Insgesamt ein edles aber zurückhaltend konzipiertes Buch, das man vielleicht gerade deswegen immer wieder gern in den Händen hält und das dafür sorgt, dass sich bei jedem Lesen der Texte und Gedichte und Wiederbetrachten der Bildzusammenstellungen eine Vielzahl neuer Details offenbart.

Das Blättern in der Online-Version des Buches funktioniert im Grunde wie in der Druckversion auch. Zum Umblättern fährt man mit der Maus über die rechte Seite, hält die Maustaste gedrückt und zieht den Mauszeiger nach links. Alternativ genügt auch ein kurzer Klick auf die Seite.

Hier geht es zur Flash-Version...

 

 

The book "Afghan Watan - Every end has a beginning inside." with forewords by President Karzai and UN-representative Koenigs is published!

The complete book as a Flash version please find here...

The book is primarily based on a project of my personal mentor Khalid A. Dayani from the year 1994 when he installed a huge wall of gold-plated war scrap at the Opernplatz in Frankfurt am Main, replicating that at the Odeonsplatz in Munich two years later. Then he continued this idea with war remains which are spread all over Afghanistan’s surface. Resulting from that project there are many samples of gold-plated war scrap now with numerous personalities in Afghanistan as well as in Germany. The range of it is outstanding: From an ordinary farmer up to political decision makers on highest level.
Golden-plated war scrap as a fundament of a dialogue against forgetting and for establishing a bridge between the cultures. Especially for strengthening the relations between Germany and Afghanistan which have been existing since the beginning of the past century.

Fulfilling the intention of the book of creating a dialogue we devoted a remarkable part to the country and its people. How Afghans in different regions live, what they think, what they feel: All that is being conveyed by particularly touching photos which have been developed out of our activities of the past years. Even if the toughness of live has not been omitted: There is always something which can be recognized as a central theme through the open and undisguised faces of the people of Afghanistan: The impression of hope and confidence. What I really wish deeply is that the people will be compensated for their tremendous suffering with a better future quite soon. The signs for that are still good!

And now I hope for many interesting impressions while reading the book. The comfortable Flash-version gives a quite good insight in the bounded printed version. Despite of that the printed issue is interesting in a special manner. The passion which we invested in the layout and the print is being obvious in many details: High-class paper, pictures in brilliant colours, the cover in dazzling but still discreet golden colour with specially highlighted cover pictures and the Afghanistan-emblem as a water mark. All in all a noble but reserved designed book which maybe is why one holds this book in the hands again and again; and which makes sure that one always gets new insights while reading texts and poems and looking at the composition of pictures.


Basically, flipping pages in the online version works like in the printed version, too. For turning the page you go to the right page with your mouse, keeping the right mouse-button pressed, and move the cursor to the left. Alternatively just klick at the photo.

To access the Flash version please klick here...




Standpunkte

April 2007: Brot statt Opium - Afghanistan's Zukunft aus der Sicht eines Landwirtschaftsexperten (FAZ, 4.4.07)/
"Aus dem bisschen was machen" (Hochschulanzeiger der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, 30.4.07)

Regelmäßig befinde ich mich bei Deutschland's Sorgenkind am Hindukusch. Dabei erhalte ich immer wieder wertvolle Unterstützung durch meinen Mentor, der aus der Entwicklungshilfe insbesondere der GTZ über jahrzehntelange Erfahrung verfügt. Umso mehr freut es mich, dass sein Wort nicht nur bei mir Gehör findet. Die FAZ druckte am 4. April 2007 die nachfolgende Einschätzung von ihm zum Drogenproblem Afghanistans. Weiterhin ist am 30. April 2007 ein Interview erschienen, das der Hochschulanzeiger der Frankfurter Allgemeinen Zeitung mit mir führte.





Frankfurter Allgemeine Zeitung, 4. April 2007:

Brot statt Opium - von Dr. Klaus J. Lampe

Der fundierte Bericht über hochertragreiche Opiumsorten von Christian Schwägerl „Der geheimnisvolle ‚amerikanische Mohn’“ (F.A.Z. vom 23. März) lässt hoffen, dass in absehbarer Zeit und mit Hilfe der Gentechnik die Herkunft dieser Neuzüchtung und damit die Hintermänner bekannt werden. Das Problem Drogen aus Afghanistan bleibt davon unberührt. Mohn wächst überall dort, wo die natürlichen - marginalen - Standortbedingungen verbunden sind mit Armut, fehlender staatlicher Kontrolle und mangelhafter Infrastruktur. Afghanistan bietet heute hierfür die besten Bedingungen. Aber die Bauern sind keine Drogen-Kriminellen. Was die meisten wollen,... zum Artikel

 



Hochschulanzeiger der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, 30. April 2007:

"Aus dem bisschen was machen"

Aufzeichnung und Interview: Gunda Achterhold, Fotos: Thomas Lehmann

KABUL. Seit Thomas Lehmann wieder in Frankfurt ist, sieht er Deutschland mit anderen Augen: befestigte Straßen, ausreichend Strom und Wasser und ein Kühlschrank in der Küche. Keine Selbstverständlichkeiten - nach sechs Monaten in der afghanischen Hauptstadt Kabul. Im neuen Büro der Studentenorganisation AIESEC hat der 26-jährige Student im vergangenen Jahr afghanische Austauschstudenten rekrutiert. Und nebenbei kräftig gearbeitet, um in der teuren Stadt über die Runden zu kommen.

Kabul ist ein Moloch. Ständig kommen Tausende von Menschen in die Stadt, in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Flüchtlinge, Rückkehrer und Landbewohner, die Frau und Kinder in den Dörfern lassen, um Geld zu verdienen. Die Stadt platzt aus allen Nähten. Niemand weiß, wie viele Einwohner eigentlich dort leben. Schätzungen gehen von drei bis vier Millionen aus. Es ist laut, überfüllt, chaotisch. Zu viele Autos, immer Gedränge, ein enormer Staubfaktor - und das in einer Höhe von 2.000 Metern! Das Leben dort ist anstrengend, und es laugt aus. Aber: Kabul ist nicht Afghanistan. Das Land ist einfach wunderschön. Als ich mit meiner Chefin vom Ministerium für Stadtplanung zum ersten Mal die Hauptstadt verließ, da gingen mir sprichwörtlich die Augen auf. Wir waren auf dem Weg in die Provinz Balkh, um in dem Städtchen Tashqurghan mit Laden- und Landbesitzern zu verhandeln. Der alte überdachte Markt dort ist ziemlich kaputtrenoviert worden. Wir mussten viel Überzeugungsarbeit leisten, um ein Projekt auf den Weg zu bringen, das den ursprünglichen Zustand wiederherstellen soll. Die Fahrt dorthin führte durch den 3.400 Meter hohen Salang-Pass im Hindukusch. Die Weite dieser schroffen Landschaft, die klare Luft,... zum Artikel

 



Frühere Standpunkte:

12.3.07 Sind Militäraktionen die Lösung für Afghanistan's Probleme?

9.1.07 Die späte Rehabilitation der Susanne Osthoff - Was vor einem Jahr im Irak wirklich geschah

23.11.06 Streit in der NATO - Deutsche Soldaten nach Südafghanistan?

6.11.06 Totenschädelfotos - Fehltritte deutscher Soldaten in Afghanistan

1.11.06 Stammesgebiete in Pakistan - Zufluchtsort für Al Qaida und Mitursache für wachsende Unsicherheit im Süden und Südosten Afghanistans

9.10.06 Tod zweier Deutsche-Welle-Mitarbeiter in Afghanistan

Die Serie "Standpunkte" beschäftigt sich mit aktuellen Ereignissen und Diskussionen, insbesondere zum Thema Afghanistan, die ich an dieser Stelle näher beleuchten will. Seit 2003 bin ich im Rahmen eines kürzlich abgeschlossenen Projektes - dem Aufbau einer Organisation - besonders intensiv mit dem Land Afghanistan in Kontakt und erweiterte meine Erfahrungen mit mehreren Aufenthalten dort. Der letzte, aus dem ich im Herbst 2006 nach einem halben Jahr zurückkehrte, machte mir anhand der Arbeit in aufschlußreichen Positionen in einem Ministerium und beim Staatsrundfunk immer wieder deutlich, was in diesem Land tatsächlich vor sich geht und wie die Menschen und die Dinge, die sie beschäftigen, zu verstehen sind. Das Bild Afghanistans in den deutschen Medien ist für mich daher häufig ein recht unvollständiges. Die Serie "Standpunkte" soll helfen, dieses Bild zu korrigieren.